Schlauchmagenplikatur 2019-10-29T12:13:00+01:00

Die Schlauchmagenplikatur (Laparoscopic Gastric plication

Die Schlauchmagenplikatur

Die Magenplikatur zur Behandlung der Adipositas bietet aktuell eine Alternative zur Schlauchmagenoperation und bei einem BMI von über 30 empfehlenswert ist. Im Gegensatz zu dieser, wird dabei ein Großteil des Magens in sich gefalten und vernäht und nicht herausgeschnitten. Somit bleibt nur noch ein Schlauch entlang der kleinen Magenkurve als Verbindung zwischen Speiseröhre und Darm erhalten. Es handelt sich dabei um ein restriktives Verfahren. Der Magen verliert einen großen Anteil seiner Speicherkapazität und somit können nur noch kleine Portionen eingenommen werden. Die Magenplikatur wird laparoskopisch durchgeführt.

Der Effekt der Gewichtsreduktion ist erheblich und setzt unmittelbar nach der Operation ein. Bereits zwischen drei und sechs Monaten verlieren die Patienten häufig 25kg bis 50kg, je nach Ausgangsgewicht. Bei jedoch erneuter Zunahme, ist eine nochmalige Verschmälerung des Magens (Re-Sleeves) jederzeit möglich sowie auch die Möglichkeit zur Umwandlung zur ursprünglichen Form.

Die Operation selbst dauert etwa 90 Minuten. In der Regel können die Patienten nach der Aufwachphase auf die Patientenstation, dürfen bereits etwas Flüssigkeit zu sich nehmen und sind noch am Operationstag wieder mobil. Die Flüssigkeitsaufnahme reguliert sich innerhalb von zwei Tagen, so dass die meisten Patienten bereits am dritten Tag nach der Operation das Krankenhaus verlassen können und nach einem weiteren Tag vollständig reisefähig sind. Die Magenplikatur wird in minimalinvasiver Technik vorgenommen (laparoskopisch).

In der Regel werden 3-4 kleine Hülsen (Trokare) mit einem Durchmesser von 5 – 12 mm über die Bauchdecke in den Bauchraum gebracht. Anschließend wird der Magen so weit in sich gefaltet, dass der Magen in Längsrichtung mit Hilfe von einer doppelten Nahtreihe zugenäht und verschmälert wird. Der Magenausgangsmuskel bleibt dabei intakt. Auf diese Weise wird das Fassungsvermögen des Magens auf etwa ein Drittel bis ein Viertel verringert. Die schlauchförmige Umwandlung und Verkleinerung des Magens führt dazu, dass auch kleine Nahrungsmengen schon zu einer effektiven und meist anhaltenden Sättigung führen.

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